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Grundstein für eine “Gesundzeit”

By 10. Mai 2015 August 8th, 2017 No Comments

Grundstein für eine “Gesundzeit”
Frankenpost, Mai 2015

Der Bau der Therme liegt voll im Zeit­plan. Im Sep­tem­ber kom­men­den Jahres soll im Fich­tel­ge­bir­ge eine neue Zeit­rech­nung im Tou­ris­mus begin­nen.

Weißenstadt – Stephan Gesell ist ein beschei­de­ner Mensch. Hätte jemand anders den Grund­stein für ein 60-Mil­lio­nen-Euro-Projekt gelegt, wäre von “his­to­ri­schen Tagen” oder noch mehr die Rede gewesen. Der Initia­tor und Geschäfts­füh­rer der künf­ti­gen Therme in Weißenstadt spricht lieber von einem “schönen Tag für die Stadt”. Das war er zwei­fel­los – wenn auch ange­sichts der Bedeu­tung völlig unter­trie­ben. Die vielen Gäste bei der Grund­stein­le­gung für das Mega­pro­jekt am Frei­tag­nach­mit­tag waren zumin­dest mächtig stolz. Wurden sie doch Zeuge des Beginns einer neuen Ära im Fich­tel­ge­bir­ge. Denn, wenn das Bad samt ange­schlos­se­nem Hotel im Sep­tem­ber 2016 eröff­net wird, spielt die Region deutsch­land­weit im Tou­ris­mus weit vorne in der ersten Liga.

Dies zumin­dest deutete Wirt­schafts­staats­se­kre­tär Franz Josef Pschie­rer an. Der aus Bad Wöris­ho­fen stam­men­de Poli­ti­ker erkann­te neidlos an, dass die Mine­ral­stof­fe des Wei­ßen­städ­ter Wassers dem des schwä­bi­schen Vor­zei­ge­ba­des “mei­len­weit voraus” sei. Auch sei das Tie­fen­was­ser mit 36 Grad deut­lich wärmer. Demnach treffe wohl zu, was einst König Maxi­mi­li­an I. gesagt habe, nämlich dass Weißenstadt der gesün­des­te Ort deut­scher Lande sei.

Diesem Super­la­tiv ent­spre­chend, ist die Therme künftig kein schnö­des Bad, sondern ein “Siebenquell Gesundzeitresort”. Mit diesem Mar­ken­na­men wird die Ein­rich­tung auf dem Gesund­heits­markt werben (siehe auch Info­kas­ten). Denn eines wird es laut Pschie­rer auch künftig kaum mehr geben: Kas­sen­ku­ren. Daher müsse sich Weißenstadt auf dem freien Gesund­heits­markt bewäh­ren und von anderen Tou­ris­mus­or­ten abheben.

Dass dies gelingt, daran hegte keiner der Redner einen Zweifel. Landrat Dr. Karl Döhler freute sich deshalb beson­ders darüber, dass Stephan Gesell mit seinem Projekt dem gesam­ten Fich­tel­ge­bir­ge ein ganz neues Selbst­wert­ge­fühl gebe. “Ihr habt das nötige Selbst­be­wusst­sein und das Gott­ver­trau­en, dass alles ein gutes Ende nehmen wird.”

Auf Gottes ganz kon­kre­te Hilfe setzt Geschäfts­füh­rer Gesell aus­drück­lich. Der beken­nen­de Christ sieht sich auch auf seinen geschäft­li­chen Wegen von Gott gelei­tet. Keine Frage ist es für ihn, dass der Glaube auch im Gesundzeitresort einen Platz erhält. Inmit­ten der Erho­lungs- und The­ra­pie­an­ge­bo­te wird es auch eine Kapelle geben, gewis­ser­ma­ßen als geist­li­che Tank­stel­le.

Dass Gesell bereits sieben Jahre nach Eröff­nung des benach­bar­ten Kur­ho­tels mit einem noch grö­ße­ren Projekt auf der Ziel­ge­ra­den sein wird, war sei­ner­zeit nicht abzu­se­hen. Umso freu­di­ger beglück­wünsch­te Bür­ger­meis­ter Frank Dreyer den umtrie­bi­gen Unter­neh­mer für sein Enga­ge­ment. Gesell gab das Kom­pli­ment an das Stadt­ober­haupt weiter, denn ohne dessen Hilfe hätte der Bau nie so schnell ver­wirk­licht werden können.

Ein wenig Stolz ließ der Geschäfts­füh­rer dann doch noch her­vor­blit­zen. Er bezeich­ne­te die Kon­zep­ti­on des “Gesund­zeit­re­sorts” als deutsch­land­weit. Unter anderem von Burnout geplag­te Berufs­tä­ti­ge sollen in der Therme wieder Kraft und Energie tanken können. Obwohl die Besu­cher sicher­lich jede Menge Spaß erleben werden, handelt es sich nicht um ein klas­si­sches Spaßbad, sondern um eine The­ra­pie- und Well­ness­ein­rich­tung.

Viele der bei der Grund­stein­le­gung anwe­sen­den Gäste inter­es­sier­ten sich vor allem für die “Gesund­Zeit­Rei­se”. Dabei handelt es sich um einen Bereich, in dem die Erkennt­nis­se und Bräuche jahr­tau­sen­de­al­ter Kul­tu­ren auf dem Feld der Gesund­heit aus­pro­biert werden können. Gesell nannte ferner fol­gen­de Zahlen: Es werde ein Hotel mit 125 Zimmern und 225 Betten auf Vier­ster­ne-Niveau geben, einen 1000 Qua­drat­me­ter großen Kos­me­tik- und Spa-Bereich, auf 1500 Qua­drat­me­ter ver­schie­de­ne The­ra­pie­ein­rich­tun­gen, eine Therme mit 1000 Qua­drat­me­ter zusam­men­hän­gen­der Was­ser­flä­che, ein Fitness-Center, ein Sau­na­dorf und Gas­tro­no­mie­be­rei­che. “Natür­lich steht die Ein­rich­tung nicht nur den Hotel­gäs­ten, sondern allen Besu­chern und natür­lich den Men­schen unserer Region zur Ver­fü­gung.”

Mit meh­re­ren sym­bo­li­schen Ham­mer­schlä­gen wünsch­ten dann Gäste aus Politik und Bau dem wei­te­ren Verlauf der Arbei­ten ein gutes Gelin­gen.

In die neue Gesund­heits-Therme fließen Inves­ti­tio­nen in Höhe von etwas mehr als 60 Mil­lio­nen Euro. Der Frei­staat Bayern fördert das Projekt mit 14,7 Mil­lio­nen Euro. Dies ist die höchste Summe, die je für ein ein­zel­nes Projekt nach Ober­fran­ken geflos­sen ist.

Natür­lich steht die Therme nicht nur den Hotel­gäs­ten, sondern allen Besu­chern, und damit natür­lich den Men­schen in unserer Region zur Ver­fü­gung.” Stephan Gesell

Name mit reich­lich Sym­bol­ge­halt
“Siebenquell Gesundzeitresort” heißt das Ther­men­bad in Weißenstadt. Diesen reich­lich sym­bol­träch­ti­gen Namen hat sich Desi­gner Wolf­gang Judas aus­ge­dacht. Dabei steht die Sieben für die sieben Gesund­heits­wäs­ser, die in der Therme ange­wen­det werden und für das Sie­bens­tern­land, in dem das Bad ent­steht. Die “Gesund­zeit” ist eine Anspie­lung auf die Inten­ti­on des Pro­jek­tes: Vom hek­ti­schen Lebens­stil der gestress­te Men­schen können sich in der rie­si­gen Anlage wieder die nötige Zeit für ihre Gesund­heit nehmen. Damit greift das “Gesundzeitresort” laut Judas einen Mega­trend auf: “Mit dem demo­gra­fi­schen Wandel gibt es zwar immer mehr ältere Men­schen, aller­dings sind die häufig in der Lage und bereit, im Urlaub etwas für ihre Gesund­heit zu inves­tie­ren.” Staats­se­kre­tär Franz Josef Pschie­rer hofft ferner, dass auch die Arbeit­ge­ber die Gesund­heit ihrer Mit­ar­bei­ter mehr wert­schät­zen. Die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung greife das Thema Gesund­heit mit meh­re­ren Pro­jek­ten, etwa mit einem Inter­net-Tool, auf.

Damit alle an Kur und Well­ness Inter­es­sier­ten das “Siebenquell Gesundzeitresort” sofort erken­nen, hat Wolf­gang Judas ein Mar­ken­lo­go ent­wi­ckelt, das sich in der Farb­ge­bung dem Cor­po­ra­te Design der Stadt Weißenstadt anpasst.

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